Der Bau der Umgehungsstraße in Lügde

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Die Vorgeschichte

Viele Jahre forderten die BürgerInnen den Bau einer Umgehungsstraße. Der Grund: Die Hauptverkehrsstraße, die Mittlere Straße, führt durch die historische Altstadt. Dabei handelt es sich um eine Straße des Landes Nordrhein-Westfalen, die sogenannte L 614.

In der Altstadt von Lügde stehen viele historische Bauwerke. Da ist nicht viel Platz für einen breiten Ausbau der Durchgangsstraße. Doch die Zahl der Fahrzeuge steigt immer mehr. Der Verkehr muss sich nun durch die enge Straße wie durch ein Nadelöhr quetschen. Früher fuhren nur einzelne Trecker und wenige Autos durch den Ort. Heute müssen die Autofahrer viel Geduld aufbringen, wenn sie durch die Stadt fahren.

Aber nicht nur die VerkehrsteilnehmerInnen sind betroffen. Für die AnwohnerInnen der Mittleren Straße, ist das Verkehrsaufkommen eine große Belastung. Ständiger Verkehrslärm, Fahrzeugabgase, kaum Parkmöglichkeiten und die unüberschaubaren Gefahrensituation für Kinder mindern die Wohnqualität.

Für den Erhalt der historischen Gebäude ist diese Situation ebenfalls ein Problem. Wenn die Wohnqualität schlecht ist, lassen sich auch kaum noch Interessenten finden, die die Gebäude sanieren. Durch die vielen Fahrzeuge in der engen Straße verschmutzen die Gebäude binnen kürzester Zeit.

Wie aber lässt sich der ständig wachsende Verkehr in Lügde regeln? Das ist nicht einfach, da Lügde in einem Talkessel liegt. Die Berge rechts und links von Lügde grenzen die Möglichkeiten, den Verkehr umzuleiten, erheblich ein.

Viele Alternativen für den Bau einer Umgehungsstraße wurden im Laufe der Jahre durchdacht. Die Frage nach der Finanzierung der Maßnahme hat natürlich ebenfalls viele Diskussionen und Zeit gekostet.

Für einen Großteil der LügderInnen ist mit dem Baubeginn der Umgehungsstraße ein jahrelanger Wunsch in Erfüllung gegangen. Aber wie so oft im Leben gibt es verschiedene Meinungen. Nicht alle sind von der Umgehungsstraße begeistert. Es gab Bürgerinitiativen gegen die meisten der angedachten Planungen. Die Mehrheit und die Rechtsprechung hat dann jedoch entschieden: Es wird eine Umgehungsstraße für Lügde geben.